Über das Peeringnetz vom SaarCIX stehen zwei zentrale Routeserver bereit, die es Teilnehmenden ermöglichen, mit minimalem Aufwand eine Vielzahl an Gegenstellen über eine einzige BGP-Sitzung anzusprechen. Sobald eine Verbindung aufgebaut ist, werden die Routing-Informationen sämtlicher anderer angeschlossenen Partner gebündelt bereitgestellt.
Die Route Server des SaarCix verfügen über diverse Filtermechanismen.
Routen, die spezifischer sind als ein /24 bei IPv4 beziehungsweise ein /48 bei IPv6, werden verworfen.
Adressbereiche, die laut Richtlinien nicht im globalen Internet geroutet werden dürfen (darunter RFC1918-Netze, Test- und Multicast-IPs), werden verworfen.
Ankündigungen gänzlich ohne AS-Pfad oder mit einer extremer Pfadtiefe von über 64 AS-Nummern werden verworfen. Zudem muss das erste autonome System im Pfad zwingend dem Partner-AS entsprechen.
Der angegebene Next-Hop muss exakt mit der IP-Adresse des jeweiligen Peering-Partner übereinstimmen; andernfalls erfolgt eine Filterung.
Routen, die bekannte Transit-Netzwerke innerhalb ihres AS-Pfades mitführen, werden herausgefiltert.
Jede Route wird darauf überprüft, ob das Ursprungs-AS im hinterlegten AS-SET des Teilnehmers eingetragen ist. Fehlt dieser Nachweis, wird die Route blockiert.
Der Route Server überprüft veröffentlichte ROAs für eingehende Routen. Routen mit dem RPKI-Status invalid werden verworfen.